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Google MUM: für ein besseres Verständnis der Suchintentionen
Am 18. Mai 2021 kündigt der Vice President of Search bei Google, Pandu Nayak, die Einführung von Google MUM an. Dieser neue Algorithmus, der 1000-mal leistungsfähiger als BERT ist, soll es der Suchmaschine ermöglichen, das Verständnis der Nutzerintentionen zu verbessern und komplexe Suchanfragen zu erfassen.
Werfen wir einen Blick auf das, was sich als eine grundlegende Revolution für das SEO ankündigt.
Google MUM: Was ist das?
Multitask Unified Model oder einheitliches Multitasking-Modell: MUM ist die neue Version des Google-Algorithmus, die auf künstlicher Intelligenz basiert und in naher Zukunft den aktuellen Algorithmus BERT ablösen soll. Letzterer, ein Akronym für Bidirectional Encoder Representations from Transformers, ist ein computergestütztes Sprachmodell, das die Bedeutung von Wörtern anhand ihrer Position in einem Satz erfassen kann. Der BERT-Algorithmus versteht also bereits die kontextuelle Beziehung zwischen den Wörtern und ist in der Lage, Sätzen einen Sinn zu geben.
MUM, das als 1000-mal leistungsfähiger als BERT angekündigt wird, wird hingegen in der Lage sein, die Bedeutung eines Bildes und sogar die Bedeutung eines Videos oder einer Audiodatei zu verstehen und zu interpretieren. Der neue Algorithmus wird es somit ermöglichen, noch relevantere Suchergebnisse für die Internetnutzer zu liefern.
Eine der großen Stärken von MUM besteht vor allem darin, komplexe Suchanfragen bearbeiten und präzise beantworten zu können. Die Entwicklung des Algorithmus geht nämlich auf mehrere Feststellungen der Verantwortlichen des amerikanischen Unternehmens zurück:
- Internetnutzer führen im Durchschnitt 8 Suchen durch, um die gewünschte Information zu finden.
- Die Suchanfragen werden immer länger: 50 % der Suchen umfassen 4 Wörter und mehr.
- Die Sprachsuche, insbesondere über intelligente persönliche Assistenten, nimmt zu und erfordert eine sofortige Antwort.
- 15 % der täglichen Suchanfragen wurden noch nie in Google eingegeben.
Das Ziel der Suchmaschine ist es also, bei der Interpretation der Suchintentionen der Nutzer noch weiter zu gehen und ihnen so zu ermöglichen, schneller die Antwort auf ihre Frage zu finden. Möchten Sie sicher sein, dass Sie nützliche Inhalte für Internetnutzer produzieren? Laden Sie unser Template kostenlos herunter, um die richtige Suchintention hinter jeder Suchanfrage zu deuten und Ihren Inhalten maximalen Traffic zu verschaffen.
Google MUM: Wie funktioniert das?

Quelle: https://diginoam.com/
Die große Stärke von Google MUM besteht also darin, komplexe Suchanfragen beantworten zu können. Um dies zu erreichen, stützt sich der Algorithmus auf mehrere neuartige Fähigkeiten, die ihm ein besseres Verständnis der Information ermöglichen.
Das amerikanische Unternehmen hat bislang nur wenige Details darüber preisgegeben, wie der Algorithmus genau funktioniert. Man weiß lediglich, dass die KI eine äußerst wichtige Rolle in seiner Funktionsweise spielen wird.
Dennoch legten die Verantwortlichen Wert darauf, die Leistungsfähigkeit von Google MUM sowie seine Verständnis- und Interpretationsfähigkeiten anhand der folgenden Suchanfrage zu demonstrieren:
» Ich bin auf dem Mount Adams gewandert und möchte nächsten Herbst auf dem Mount Fuji wandern. Was sollte ich anders machen, um mich vorzubereiten? «
Die Demonstration im Video finden Sie weiter unten.
Diese Suchanfrage ist komplex, da sie vom Algorithmus Folgendes verlangt:
- die Bedeutung der Frage zu verstehen: Es handelt sich um eine Suche zur Vorbereitung auf eine Wanderung,
- die verschiedenen Daten zu den beiden Bergen zusammenzustellen,
- die relevantesten Informationen zu bewahren und zu vergleichen (z. B. Höhe, Wetterbedingungen, Vorbereitung und Ausrüstung für die Wanderung auf dem Mount Adams und dem Mount Fuji usw.)
- die Daten zur Jahreszeit zu berücksichtigen,
- eine passende Antwort vorzuschlagen.
Um diese Art von Suchanfrage zu bearbeiten, hat das Unternehmen einen Algorithmus mit 4 wesentlichen Merkmalen entwickelt:
-
Multitasking: Er kann mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten (ein Video analysieren, antworten, Inhalte in mehreren Sprachen finden usw.)
-
Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu generieren
-
Mehrsprachig, er funktioniert in 75 Sprachen
-
Multimodal, er analysiert nicht mehr nur textliche Inhalte, sondern auch Videos, Bilder und Audioinhalte.
Dank dieser 4 Fähigkeiten kann Google MUM die folgende Antwort analysieren und vorschlagen:
„Der Mount Fuji hat ungefähr dieselbe Höhe wie der Mount Adams, aber der Herbst ist auf dem Mount Fuji eine regnerische Jahreszeit. Sie werden wahrscheinlich eine wasserdichte Jacke benötigen.“
Ergänzend zu seiner Antwort schlägt die Suchmaschine außerdem textliche, visuelle und Audioinhalte vor, um sich auf eine Wanderung auf dem Mount Fuji vorzubereiten.
Mehr als nur eine einfache Ergebnisseite bietet Google MUM also, wenn möglich, eine direkte Antwort und schlägt zudem eine große Vielfalt an Inhalten und Daten aus mehreren Quellen vor: Artikel, Bilder, Videos, Audio. Er kann auch Inhalte in mehreren Sprachen vorschlagen, wenn diese perfekt zur Suchanfrage des Nutzers passen.


Quelle: https://blog.google/products/search/introducing-mum/
Es geht nicht mehr nur darum, die besten Seiten hervorzuheben, sondern den gesamten Kontext der Suche über alle Medien und alle Sprachen hinweg zu verstehen und die beste Antwort zu finden.
Google MUM: Was wird sich für das SEO ändern und wie können Sie sich darauf vorbereiten?
Da sich der neue Algorithmus noch in der Testphase befindet, hat Google bislang kein Veröffentlichungsdatum angekündigt. Dennoch fügt sich Google MUM in die verschiedenen Entwicklungen der Suchmaschine ein, die auf das BERT-Update von 2019 und die Einführung von Google SMITH im Jahr 2020 folgten.
Aus Nutzersicht dürfte Google MUM Folgendes ermöglichen:
- eine Antwort schneller zu finden, auch bei einer langen Suchanfrage,
- die Sprachsuche zu verbessern,
- Inhalte und Ressourcen in mehreren Sprachen zu erhalten,
- relevantere Ergebnisse in vielfältigen Formaten.
Google MUM: unsere SEO-Empfehlungen
Auch wenn die tatsächlichen Auswirkungen, die dieser neue Algorithmus auf die Suchmaschinenoptimierung haben wird, noch nicht bekannt sind, erscheint es dennoch wichtig, sich darauf vorzubereiten. Kein Grund zur Panik: Diese Vorbereitung setzt die bereits seit vielen Jahren für BERT empfohlenen Best Practices fort, nämlich:
- auf sehr hochwertige, nutzerzentrierte und möglichst umfassende Inhalte zu setzen,
- die EAT-Kriterien zu verbessern,
- sich stärker auf die Suchintentionen zu konzentrieren,
- Themenwelten / semantische Cocons zu erstellen: ein Thema, das über verschiedene Inhalte behandelt wird, um möglichst viele Antworten zu präzisen Themen zu liefern,
- Fotos und Videos zu optimieren.
Bis Google seine Guidelines und Ratschläge für die Nutzer veröffentlicht, können Sie unsere verschiedenen Webinare und Whitepaper zu den Best Practices des SEO einsehen:
- Artikel „ Die E.A.T.-Kriterien von Google: Warum sind sie für das SEO wichtig?“
- Checkliste « Die 10 Punkte, um das Google EAT Ihrer Website zu verbessern! »
- Webinar „ Verbessern Sie Ihr E.A.T.-Profil in 10 Schritten“
- Whitepaper „ SEO: Wie gelingt ein semantischer Cocon?“
- Artikel „ SEO-Suchintentionen: Wie Sie Inhalte produzieren, die wirklich den Erwartungen Ihrer Zielgruppen entsprechen.“
Google MUM zusammengefasst
- 1000-mal leistungsfähiger als BERT
- Besseres Verständnis komplexer Suchanfragen
- Multitasking
- Möglichkeit, auf relevante Ergebnisse in 75 Sprachen zuzugreifen
- Multimodal: analysiert Text, Bilder und Videos
- Noch kein Veröffentlichungsdatum angekündigt … aber bereits Best Practices zum Umsetzen.
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Von
Michel Eid



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