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App-Indexierung in Google: Welche Auswirkungen für Marken und Unternehmen?
Die Revolution geht weiter. Nach Android ist nun iOS an der Reihe. Laut Google werden die Inhalte der Apple-Apps indexiert und auf iPhone und iPad erscheinen. Bislang wurden nur einige wenige iOS-Apps als Partner indexiert. Google verspricht jedoch, den Kreis der berechtigten Apps so schnell wie möglich zu erweitern.
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in Ihrem Wohnzimmer und suchen bei Google nach dem Rezept für Ihr Lieblingsgericht. Künftig zeigt Google direkt in seinen Ergebnissen einen Deeplink an, der aus der Indexierung einer iOS-App stammt. So gelangen Sie unmittelbar auf eine Seite der App – und laden diese herunter, falls das noch nicht geschehen ist.
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App-Indexierung in Google: Was ändert sich?
Für Unternehmen steht viel auf dem Spiel. Laut einer Studie des Instituts ComScore macht Mobile heute mehr als 60 % des Traffics im Web aus. Und die Zahlen steigen weiter.
Mit dieser Maßnahme müssen Unternehmen nachziehen. Das gilt vor allem im E-Commerce, insbesondere in den Bereichen Tourismus und Immobilien, wo die Suche zuerst über den mobilen Browser erfolgt und es darum geht, Nutzer für einen höheren Bedienkomfort in die App zu führen.
Deep Linking – also die Möglichkeit, eine App direkt mit einem bestimmten Inhalt zu öffnen, ohne den Umweg über einen Zwischeninhalt – sorgt tatsächlich für eine niedrigere Absprungrate, weil Nutzer auf der passenden Seite landen. Auch die Ergebnisse von Anwendungen mit idealerweise pro Seite gewählten Keywords werden von Google stärker hervorgehoben.

„Grundsätzlich wird der Besitz einer indexierten App von Google als ‚mobile friendly’ gewertet, also positiv für die SEO“, erklärt Alexandre Jubien, Mobile Strategist bei ThinkMobile und Referent zum Thema App Indexing auf der SMX Paris 2015, gegenüber Semji. „Die Inhalte der Apps werden von Google zudem über die Autovervollständigung vorgeschlagen.”
Deep Linking erhöht außerdem die Zahl der App-Installationen und fördert das erneute Engagement der Internetnutzer. Mit Deep Linking kann sich eine App auch in den Google-Ergebnissen abheben. Sie kann ihre CTR (Click-through Rate) steigern, indem sie in Google sichtbarer wird.

Beispiel für die Sichtbarkeit einer App in den Google-Ergebnissen
Dazu erlaubt das Tag <link> mit dem Attribut rel=„alternate” das Einfügen eines Codes im Bereich <head></head> der Website

App-Indexierung in Google: Google unterstützt die Entwickler
Die finanziellen Einsätze sind hoch. Die Einführung von Deep Linking in allen Anwendungen bringt mehr Möglichkeiten, Werbung zu verkaufen, und damit ein Umsatzwachstum. Facebook mit AppLinks und Twitter mit App Cards hatten sich bereits in den Wettbewerb um das Deep Linking gestürzt. Auf diesem Weg erlauben die sozialen Netzwerke, direkt innerhalb einer Anwendung zu navigieren, etwa durch den Klick auf eine Werbeanzeige. „Retargeting, also das erneute Ansprechen einer Person, ist nur möglich, wenn Deep Linking in der Anwendung umgesetzt wurde“, mahnt Alexandre Jubien

Um die iOS-App in den Google-Index aufzunehmen, verlangt das Unternehmen aus Mountain View von den Entwicklern, die ins Französische übersetzten Anweisungen zu befolgen. Für Entwickler bedeutet das, die bestehende Anwendung mit Deeplinks zu versehen, also einen Deeplink auf eine Seite der App zu setzen. Das lässt sich leichter umsetzen, wenn die Anwendung von Anfang an die Möglichkeit für Deep Linking mitgebracht hat. Sind die ersten technischen Hürden überwunden, liegt die Komplexität beim Tracking für die Analytics. .
App-Indexierung in Google: Welche Auswirkungen auf das Markenimage von Unternehmen?
Durch den Einsatz von App Indexing lässt sich das Markenimage des Unternehmens positiv beeinflussen – mit Inhalten, die für den Nutzer user friendly sind. „Dank App Indexing entdeckt der Internetnutzer die Anwendung leichter und kehrt eher zu ihr zurück“, berichtet Alexandre Jubien.
Dieses App Indexing wirft jedoch auch einige Fragen auf. Zum Beispiel: Welche Inhalte sollen in der Anwendung mit Deeplinks versehen werden? Solche Fragen tauchen nach und nach auf.
Bis dahin kann Google darauf hoffen, „user friendly” Inhalte anzubieten und damit höhere Werbeeinnahmen und Sponsoring-Erlöse zu erzielen, die seine wichtigste Einnahmequelle darstellen.
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Von
Semji


