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Studie: Google bestraft durch CSS und JavaScript versteckten Text - Semji

Studie: Google bestraft durch CSS und JavaScript versteckten Text

Eine aktuelle Studie stellt die Aussagen von Matt Cutts zu versteckten Texten auf einer Webseite infrage, die der Verbesserung der Nutzererfahrung dienen sollen (per JavaScript, CSS oder Textarea). Im Jahr 2013 gab sich der ehemalige Leiter des Webspam-Teams von Google beruhigend und erklärte, dass Google versteckte Inhalte nicht bestrafe, sofern dies nicht in einer „spammigen“ Absicht geschehe.

Viele SEO-Fachleute haben jedoch im Laufe der Jahre festgestellt, dass versteckter Text in den Augen von Google weniger Bedeutung hat als Text, der dem Nutzer standardmäßig angezeigt wird. Diese Annahmen werden durch eine soeben erschienene Studie bestätigt, die Matt Cutts widerspricht. Das einzige Ziel dieser Studie bestand darin, zu belegen, dass versteckte Texte dem Ranking dieser Inhalte bei Google schaden.

sichtbarer Text vs. versteckter Text

SEO vs. UX

Die englische SEO-Agentur Reboot Online Marketing hat festgestellt, dass es nach wie vor unterschiedliche Auffassungen zwischen SEO-Fachleuten und Webentwicklern gibt, wenn es darum geht, den gesamten Text (für die Suchmaschinenoptimierung) oder nur einen Teil davon (für die UX der Seite) anzuzeigen und einen Link zum Aufklappen des restlichen Textes hinzuzufügen. Webentwickler begründen ihr Vorgehen in der Regel damit, dass das Verstecken von Text nur geringe oder gar keine Auswirkungen auf das Ranking einer Seite bei Google und deren Inhalt habe.

Abrufen wie durch Google

Als Google in seiner Search Console das berühmte „fetch as Google“ (auf Französisch „explorer comme Google“) bereitstellte, konnte man erkennen, in welche Richtung sich Google bewegte: Es wurde nicht nur der Code berücksichtigt, sondern auch dessen Rendering, also die Art und Weise, wie die Seite auf den Bildschirmen der Nutzer angezeigt wurde. So war Google in der Lage zu erkennen, was dem Nutzer bei der Anzeige verborgen blieb, und ein Teil der SEO-Community sah nicht ein, warum Google einem versteckten Text ebenso viel Gewicht beimessen sollte wie einem für alle gut sichtbaren Text. Da es jedoch keine Studie gab, die diese Theorie bestätigte oder widerlegte, war es höchste Zeit, dass sich jemand daranmachte, den Beweis dafür zu erbringen.

Ergebnisse der SEO-Studie zum versteckten Text

Kommen wir zu den Ergebnissen: Diese Studie zeigt klar, dass sich nach 6 Monaten Indexierung und 3300 Indexierungsmessungen unter den 20 für den Test verwendeten Domainnamen bei einer neuen Suchanfrage (einem zu Beginn des Tests nicht indexierten Ausdruck: „andefabribiles“) die Domainnamen mit vollständiger Textanzeige (durchschnittlich 400 Wörter) besser positionieren als die Domainnamen, die nur den ersten Absatz des Textes anzeigen und den restlichen Text per CSS, JavaScript (mit Link zum Aufklappen des Textes) oder Textarea (mit Scrollfunktion) verbergen.

Nach 6 Monaten Test, Erprobung und Datenanalyse sind die Zahlen eindeutig und die Schlussfolgerung schnell gezogen … Google bevorzugt sichtbaren Text!

SEO-Studien zu verstecktem Text

Ergebnis der Studie zu versteckten Texten bei Google © Reboot Online Marketing

Der einzige Vorbehalt, den man unserer Meinung nach zu dieser Studie anbringen kann, ist, dass sie sich nur auf Desktop-Daten bezieht, da die mobilen Daten aufgrund eines technischen Problems nicht erfasst wurden.

Denn gerade bei mobilen Nutzern neigt man eher dazu, Text standardmäßig zu verbergen, um ihnen das Scrollen durch lange Textseiten zu ersparen. Der Verantwortliche der Studie weist dennoch darauf hin, dass die beobachteten Daten (vor dem technischen Problem) weitgehend denen des Desktops ähnelten. Es wird interessant sein, diese Studie zu wiederholen, sobald Google zum „Mobile-first“-Index gewechselt ist.

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