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Google Suggest testet neue Formate
Wir haben festgestellt, dass Google Suggest, der Autovervollständigungsdienst von Google, derzeit mehrere Tests bei der Anzeige seiner Ergebnisse durchführt. Ziel: die Erfahrung seiner Nutzer in seiner Suchmaschine zu verbessern. Eine gute Gelegenheit, Ihnen hier die neuesten (wahrscheinlichen) Weiterentwicklungen vorzustellen, die Google seinem Tool geben möchte.
1. Google Suggest mit Direktlinks
Google testet das Erscheinen angereicherter Ergebnisse am unteren Rand der Anzeige der Vorhersagen von Google Suggest (interessant zu bemerken ist, dass Google das Wort „Vorhersage“ verwendet, um seine Google-Suggest-Ergebnisse zu bezeichnen.) Ein Twitter-Nutzer hat nämlich kürzlich bemerkt, dass eine Suchanfrage auf dem Smartphone („Louis Vuitton“) schnell an letzter Position der Google-Suggest-Ergebnisse einen Direktlink zur offiziellen Website von Louis Vuitton erscheinen ließ. Er fragte sich, ob dieser Link ein Adwords-Ergebnis in Google Suggest sein könnte.
Unser auf Google.fr über Safari/Chrome auf einem iPhone 6 durchgeführter Test hat das Vorhandensein dieses Direktlinks bestätigt, doch die von Google gewählte URL ist keine Adwords-URL. Die betreffende Ziel-URL hat weder eine automatische Google-Adwords-Markierung noch einen Tracking-Parameter von Google Analytics oder Ähnlichem.
Wir haben weitere Suchanfragen wie „paris m“ (für „Paris Match“) getestet und dieselbe Anzeige der offiziellen Website von Paris Match gesehen, mit dem Titel in Blau und der URL in Grün (die von Google Search verwendeten Farben). Auch hier hatte die URL „parismatch.com“ keinerlei Tracking-Parameter.

Die Statistiken, auf die Google Zugriff hat, dürften zeigen, dass die große Mehrheit der Personen, die „paris m“ eingeben, das Google Suggest von Paris Match wählen und dass auch diejenigen, die „Louis Vu“ eingeben, letztlich mehrheitlich auf „Louis Vuitton“ klicken. Es ist daher sinnvoll, einen Direktzugang zur offiziellen Website aus den Google-Suggest-Vorschlägen heraus anzubieten.
Dieser Test lässt uns somit vermuten, dass Google beschließen könnte, Direktlinks in seinem Tool für halbautomatische Vorschläge anzuzeigen — genauso wie es das tut, wenn es entscheidet, Mega-Sitelinks statt Mini-Sitelinks zu zeigen (Sitelink: Links, die unterhalb bestimmter Websites in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden), also unter Berücksichtigung des hohen Suchvolumens und der (sehr) hohen CTR der betreffenden Suchanfrage (natürlich mit einer optimierten Website-Struktur, damit der Google-Algorithmus die Sitelinks leicht findet).

Beispiel für die Anzeige eines Mega-Sitelinks auf der ersten Google-Seite für die Suchanfrage „Somfy“
2. Google Suggest und die Trends
Eine weitere interessante Beobachtung: Google scheint das Erscheinen von Suchtrends in der Anzeige der Ergebnisse seines Tools für halbautomatische Vorschläge zu testen. Einige Internetnutzer haben nämlich erst kürzlich (in Frankreich und Österreich) das Erscheinen von Suchtrends in den Vorschlägen von Google Mobile bemerkt.
Die Besonderheit dieser Vorschläge: Sie erscheinen noch bevor der Nutzer eine Suche durchgeführt hat. Die in Google Suggest angezeigten Suchanfragen bestehen aus Trendthemen, die sich von den üblichen von Google Suggest vorgeschlagenen Suchanfragen durch den Pfeil links neben ihnen erkennen lassen.

Anzumerken ist, dass wir dies nicht reproduzieren konnten und dass diese Tests weniger fortgeschritten erscheinen als jene der Direkt-URLs in Google Suggest.
3. Google Suggest und der Knowledge Graph
Diese verschiedenen Tests kommen zu einer Neuheit hinzu, die eigentlich keine mehr ist: die Anzeige von Daten aus den Answer Boxes oder Direct Answers in den Google-Suggest-Ergebnissen, die seit über einem Jahr allgemein als Googles Knowledge Graph bezeichnet werden.
Nach unseren Tests zeigt die Suchanfrage „barcelona“ auf der Adresse von Google USA Daten aus dem Knowledge Graph an, mit dem Vorschlag von „Barcelona“ als Film oder als Stadt (siehe unten).

Sollten sich diese Tests als überzeugend erweisen, könnten sie verschiedene Funktionen haben:
- Die Direktlinks in der Anzeige von Google Suggest ermöglichen es dem Unternehmen aus Mountain View, einen neuen Ergebnisraum außerhalb der bezahlten oder organischen Ergebnisse anzubieten.
Zwei Lösungen erscheinen uns relevant, falls diese Tests offiziell würden:
- Entweder priorisiert Google die Nutzererfahrung, indem es die Direkt-URL der Websites kostenlos anzeigt, ohne den Umweg über seine klassische Ergebnisseite und damit ohne die Anzeige von Adwords-Anzeigen (!)
- Oder Google führt einen Test durch, um diese Direktlinks (später) in Form von Adwords-Anzeigen anzubieten.
2. Das Erscheinen der Google-Suggest-Trends in den Ergebnissen würde es Google ermöglichen, den Internetnutzer auf seiner Suchmaschine zu halten, indem es ihm erlaubt, sich über Trendthemen zu informieren, ohne den Umweg über andere Kanäle wie soziale Netzwerke zu nehmen (Beispiel: die berühmten Trending Topics von Twitter oder auch seine neue Startseite, die die aktuellen Trendnachrichten in den Vordergrund stellt).
Ob Google diese Änderungen in der Anzeige von Google Suggest bestätigt oder nicht, bleibt also abzuwarten. In der Zwischenzeit zeigen diese Weiterentwicklungen/Verbesserungen deutlich das Interesse, das Google seinem Google Suggest entgegenbringt. Es wird daher besonders wichtig, Google Suggest für eine Marke, ein Unternehmen oder sogar eine Person zu bearbeiten — sei es zu Zwecken der E-Reputation oder auch der reinen Suchmaschinenoptimierung.
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