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Eyetracking-Studie: Wie betrachten Nutzer die Ergebnisse in Google und Bing? - Semji

Eyetracking-Studie: Wie betrachten Nutzer die Ergebnisse in Google und Bing?

Wie reagieren Internetnutzer auf die neuen Anordnungen der Suchmaschinenergebnisse in Google, die eingeführt wurden, um das Nutzererlebnis zu verbessern – etwa die Entfernung der AdWords-Anzeigen rechts neben den Ergebnissen oder die weniger präsenten Rich Snippets…?

Zu diesem Thema wurden bisher nur wenige aktuelle Eyetracking-Studien durchgeführt – Eyetracking bezeichnet die Techniken zur Untersuchung des Blicks oder des Blickverhaltens. Die Web-Optimierungsagentur Conversion XL hat versucht, mehr über die von Google und Bing angezeigten Ergebnisse zu erfahren. Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrer ausschließlich an Computern durchgeführten Studie.

Das F-Muster und das goldene Dreieck verschwinden

Die Eyetracking-Studien hoben das von Jacob Nielsen geprägte Konzept des Lesens in „F“-Form (das „F-Muster“, siehe Abbildung unten) hervor. Konkret beschrieb der Blickverlauf ein „F“, wenn der Nutzer eine Webseite überflog.

Eyetracking-Studie F-Muster

Man spricht auch vom „goldenen Dreieck“, das bereits 2005 nachgewiesen und seitdem durch weitere Studien bestätigt wurde. Es bildet ein Dreieck im oberen Bereich der Seite, in dem sich die vermeintlich relevantesten Ergebnisse befinden. Eine Website, die jenseits der ersten vier Ergebnisse erschien, hatte damals geringere Chancen auf einen Klick.

Google-Nutzer erkunden die gesamte Seite

Diese neue Eyetracking-Studie bestätigt – nach einer Studie aus dem Jahr 2014 –, dass Nutzer die Google-/Bing-Seiten nicht mehr in F-Form lesen.

Mit dem Aufkommen der angereicherten Ergebnisse und der Platzierung der Anzeigen erkunden die Nutzer die gesamte Seite, um zu finden, wonach sie suchen. Wie bei Google zu beobachten war, betrachten viele Nutzer die angereicherten Daten, noch bevor sie die klassischen Suchergebnisse in Betracht ziehen.

Eyetracking-Studie Google-Seite

So erhält laut der Studie von Conversion XL zwar die erste organische Position nach wie vor die meisten Klicks unter allen organischen Suchergebnissen (20,69 % aller Klicks bei Google), doch die „angereicherten Ergebnisse“ (Knowledge Graph, Karussell, Rich Snippets, Google Local, Google Shopping) erhalten 39,655 % der Klicks, was bei Weitem den größten Klickanteil der gesamten Seite ausmacht.

Der Internetnutzer hat sich an die Werbung bei Google gewöhnt

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Google-Nutzer, die diese Suchmaschine stärker gewohnt sind als die von Bing, erkennen die Anzeigen auf der Seite leichter als Bing-Nutzer. Sie zögern nicht, schnell nach unten zu scrollen, um die Ergebnisse unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze zu betrachten.

Die Bing-Nutzer hingegen verbringen einen Großteil ihrer Zeit damit, die ersten fünf Suchergebnisse zu betrachten, und benötigen zudem mehr Zeit, um die organischen Ergebnisse von den Anzeigen zu unterscheiden.

Eyetracking-Studie Anzeigen Google und Bing

Google hat gut daran getan, die Anzeigen rechts auf seiner ersten Ergebnisseite zu entfernen

Die Studie von Conversion XL bestätigt außerdem, dass die rechts neben den Ergebnissen platzierten Anzeigen nur wenig Aufmerksamkeit erhalten – wahrscheinlich aufgrund einer schlechten Positionierung.

Fazit: die Ergebnisse der ersten Google-Seite dominieren, um die Online-Reputation gut zu steuern

Diese Ergebnisse (vor allem die von Google) bestätigen uns, dass alle Ergebnisse der ersten Seite von den Nutzern berücksichtigt werden – und nicht nur die ersten drei.

An Werbung gewöhnt, überfliegt der Google-Nutzer die Seite schneller. Zudem meidet er häufig die ersten organischen Ergebnisse, die oft von den Unternehmen selbst oder von den in der Suche betroffenen Personen erstellt wurden. Der Google-Nutzer scrollt lieber nach unten zu eher „unabhängigen“ Quellen, um sich ein fundiertes Urteil über ein Unternehmen, eine Marke oder eine Person zu bilden.

Bei einer wirklich wirksamen Online-Reputationsstrategie gilt es daher, die Ergebnisse der ersten Google-Seite zu dominieren und für das eigene Unternehmen, die eigene Marke oder die persönliche Marke so viel Terrain wie möglich zu besetzen. Das nennt man das Konzept des „Real Estate SEO“.

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Von

  • Equipe Semji

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