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28 % der CAC-40-Unternehmen sind nicht Mobile Friendly
Google hat am 26. Februar 2015 sein Algorithmus-Update zum Ranking mobiler Websites angekündigt. Normalerweise kündigt die Suchmaschine ihre Updates nicht im Voraus an, doch dieses Mal lag es im Interesse des US-amerikanischen Giganten, dass sich jeder rechtzeitig anpassen kann … Ein weltweiter Überblick über mobile Websites, die für die Navigation auf dem Smartphone optimiert sind (sogenannte „Mobile Friendly“-Websites).
Was ist das Mobilegeddon?
Die Bedeutung dieser Algorithmus-Änderung lässt das Internet erzittern; die US-amerikanische Presse hat ihr sogar einen Spitznamen gegeben: Mobilegeddon, ein Kofferwort aus den Begriffen „Mobile“ und „Armageddon“. Dieses Update des Google-Algorithmus soll Websites bevorzugen, die eine Navigation per Smartphone ermöglichen. Alle „Mobile Friendly“-Seiten werden bald in den mobilen Suchergebnissen hervorgehoben, mit dem Hinweis „Mobile Website“.

Ab wann wird Google dieses Update ausrollen?
Das Google-Update läuft bereits! Seit dem 21. April 2015 berücksichtigt Google, ob eine Website für Mobilgeräte optimiert ist oder nicht. Das Update wird schrittweise ausgerollt, betrifft aber alle Länder und alle Sprachen. Bislang ist noch nicht bekannt, in welchem Ausmaß die Positionen in Google Search beeinflusst werden. Es wird sich jedoch zwangsläufig auf den Traffic der Websites auswirken, die nicht Mobile Friendly sind: Internetnutzer, die eine Information auf dem Smartphone suchen, sind oft in Eile und verfügen nicht immer über eine optimale Verbindung. Aus Effizienzgründen wählen sie daher eher die Websites, die die von der Suchmaschine angezeigte Kennzeichnung „Mobile Website“ tragen. Das wirkt sich zwangsläufig auf die CTR (Click Through Rate: Klickrate pro Impression) der mobilen Websites aus. Zu beachten ist, dass dieses Update ausschließlich die organischen Ergebnisse von Google Search auf dem Mobiltelefon betrifft.
Frankreich: Ist der CAC 40 Mobile Friendly?
Man könnte meinen, dass die Unternehmen des CAC 40, die über interne Experten, ein ganzes Arsenal an Kommunikationsagenturen, Agenturen für Digitalstrategie oder auch SEO-Agenturen verfügen, allesamt für diese Revolution gewappnet wären. Und doch stellt unser Team an Tag +2 fest, dass 27,5 % der Homepages der Corporate-Websites des CAC 40 nicht Mobile Friendly sind. Eine an Tag -14 durchgeführte Studie hatte gezählt, dass 33 % dieser Websites nicht für Mobilgeräte optimiert waren (1). Seither haben also einige Unternehmen ihre mobile Zukunft selbst in die Hand genommen!
USA: Sind die Unternehmen der „Fortune 500“ Mobile Friendly?
Eine weitere große Überraschung: Die USA stehen nicht besser da. Tatsächlich haben auch die 500 US-amerikanischen Unternehmen mit dem höchsten Umsatz noch etwas Arbeit vor sich … Laut dem aktuellen Artikel von TechCrunch sind 44 % der Fortune-500-Unternehmen nicht Mobile Friendly.
Großbritannien: die Nachzügler bei der mobilen Navigation …
Laut einer aktuellen Studie der Agentur The Search Agency, die von den englischen Medien aufgegriffen wurde (2), haben nur 33 % der FTSE-Unternehmen (die 100 an der Londoner Börse am höchsten bewerteten britischen Unternehmen) ihre Website an die mobile Navigation angepasst und sind in Google entsprechend indexiert; 28 % hingegen haben 2 Websites, eine mobile und eine Desktop-Website, doch leider wird die Kennzeichnung „Mobile Website“ in den Google-Suchergebnissen nicht angezeigt, da die Homepage der „Desktop“-Website indexiert ist (ein reines SEO-Problem); und schließlich sind 38 % der FTSE-Websites schlicht nicht „Mobile Friendly“.
Wem nützt das Ganze?
Warum im Voraus warnen? Es liegt im Interesse von Google, dass sich Mobile-Friendly-Websites verbreiten, um einen Raum zu schaffen, in dem Internetnutzer die mobile Navigation in vollem Umfang erleben können. Im Zeitalter des Mobilgeräts muss Google eine hochwertige Nutzererfahrung bieten, um seinen Status als leistungsstarke Suchmaschine zu wahren. Hinzu kommt, dass die auf Smartphones angezeigte Werbung heute für Google und für die Werbetreibenden weniger rentabel ist.
Indem Google die Werbetreibenden auf diese Weise dazu bewegt, sich an die mobile Nutzung anzupassen und ihre Websites auf das Update auszurichten, will es die Rentabilität der Adwords-Kampagnen seiner Werbetreibenden verbessern, die dann bereit sein werden, mehr für mobile Adwords-Anzeigen zu zahlen.
Die Anpassung an die mobile Navigation wird unumgänglich
Die Zahlen sprechen für sich: Um heute im Internet sichtbar zu sein, muss eine Website auf dem Mobilgerät abrufbar sein. Tatsächlich macht Mobile heute mehr als 60 % des Web-Traffics aus (3). Und dennoch sind die Websites nicht bereit, insbesondere in Frankreich, wo laut der von Yooda durchgeführten Studie 64 % der Websites keine spezielle Navigation für dieses Medium bieten. Und falls Sie noch nicht überzeugt sind: AtInternet (4) hat für den Traffic mobiler Websites im Juni 2014 einen durchschnittlichen Anstieg von 68 % festgestellt.
Woran erkenne ich, ob meine Website Mobile Friendly ist?
Um zu prüfen, ob die Seiten einer Website Mobile Friendly sind oder nicht
– auf dem Mobilgerät (Tablets sind nicht betroffen) kennzeichnet Google dies mit dem Hinweis „Mobile Website“
– mit dem Tool „Mobile Friendly test“ von Google.
– mit dem Tool „Mobile Nutzerfreundlichkeit“ von Google Webmaster Tools.
Und wenn man es nicht ist? Wie macht man eine Website Mobile Friendly?
Die Nutzererfahrung scheint bei der Anpassung an die mobile Navigation eine vorrangige Rolle zu spielen. Hier einige Beispiele, um Ihre Website mobiltauglich zu machen!
– Passen Sie die Größe des Inhalts an das Anzeigefenster an, um eine bessere Nutzererfahrung zu bieten; der Inhalt darf nicht breiter als der Bildschirm sein.
– Passen Sie die Schriftgröße an, die groß genug sein muss, um lesbar zu sein.
– Setzen Sie die Links weit genug auseinander, damit die Besucher sie anklicken können.
– Vermeiden Sie Plugins, die es Smartphones nicht erlauben, den Inhalt anzuzeigen.
Seit der Ankündigung von Google hat sich unter den Unternehmen die Sorge verbreitet, ihre Positionierung könnte beeinträchtigt werden. Sie hatten nur wenige Wochen Zeit, um sich an die mobile Navigation anzupassen – eine bisweilen unmögliche Aufgabe. Insbesondere für einige KMU, die dafür kein Budget eingeplant hatten. Zu einem Zeitpunkt, an dem Google in Europa des Missbrauchs seiner marktbeherrschenden Stellung beschuldigt wurde, scheint dieses Algorithmus-Update jedoch die Ungleichheiten zwischen Websites mit ungleichen Ressourcen zu verstärken. Aus rein nutzerbezogener Sicht ist jedoch klar, dass dieses Update von Vorteil ist.
Quellen:
(2) Studie von The Search Agency, aufgegriffen von Cityam.com
(3) laut einer Studie des Instituts ComScore
(4) Web-Trends, 2. Quartal 2014, AT INTERNET
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Von
Semji


